„Der Ball meines Gegners war noch an der Platte“, sagte der deutsche Profi Timo Boll im WM Achtelfinale 2005 in Shanghai und korrigierte den Schiedsrichter, der ihm bereits den Sieg zugesprochen hatte. Boll verliert daraufhin das Spiel. Auf die Frage, ob er seinen Entscheid jemals bereut hatte, antwortete die spätere Nr. 1 der Welt: „Weshalb? Der Ball war dran. Ich habe nie etwas verloren, was mir gehört hat, sondern etwas zurückgegeben, das nie mein war.“

 

Fairness: Kern des Spiels
Das ist eines von zahlreichen Beispielen für die Fairness im Tischtennissport. Fairness ist hier nicht die Ausnahme, sondern die Regel –  auch in der Schweiz. Hat ein Akteur Glück mit einem Kanten- oder Netzball, folgt eine Geste der Entschuldigung. Vom Breitensport bis in die hohen Ligen schiedsrichtern die Spieler ihre Matches selber. Strittige Punkte werden wiederholt, in harten Fällen zählt ein Vereinskollege. Einzig in den NLA-Spielen und die Finals von Turnieren kommen Schiedsrichter standardmässig zum Einsatz.

 

Fairness: Gelebt statt nur geschrieben
„Fairer Sport“: Was bei anderen Sportarten als frommer Wunsch auf Plakaten steht, wird im Tischtennis jeden Tag an der Platte gelebt.

Kinder und Jugendliche lernen so schon früh, Verantwortung für ein faires Spiel zu übernehmen. Profis wie Timo Boll wirken dabei mit ihrem sportlichen Verhalten als leuchtende Vorbilder, an denen sich junge Spielerinnen und Spieler orientieren – von den Freizeitspielern bis zu den leistungsorientierten Akteuren.

 

Tischtennis fördern heisst Fairness fördern
Manche denken, das habe damit zu tun, dass es im Tischtennis um weniger ginge als in den typischen Profisportarten. Dabei steht auch im Tischtennis viel auf dem Spiel: An den Olympischen Spielen, an Weltmeisterschaften und in den gut bezahlten Profiligen im Ausland geht es ebenfalls um viel Ruhm und teilweise hohe Geldsummen, wie in anderen Sportarten auch.

Auch die Investitionen für einen angehenden Leistungsspieler im Tischtennis sind ähnlich hoch wie in den Top-Sportarten: Mehrere, intensive Trainingseinheiten pro Tag, beträchtliche Reise- und Turnierkosten, und kaum Aussichten für die Zukunft (auch bei Erfolg), da ein professionelle Struktur mit entsprechender Liga und Trainingszentren fehlt.

 

Hier setzt das Gönnerprogramm SPiN an: Wer den Schweizer Tischtennissport fördert, hilft mit, diese Infrastruktur zu schaffen, und gibt ambitionierten jungen Sportlern eine echte Chance, in dieser Sportart nach vorne zu kommen.

Dank Ihrer Unterstützung kommt das nächste, leuchtende Vorbild für Fairness vielleicht bald aus der Schweiz? Erfahren Sie mehr über die verschiedenen Möglichkeiten und werden Sie noch heute Gönner von SPiN.

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