Haben Sie einen Tischtennisschläger zu Hause? Haben Sie früher einmal am Pingpong-Turnier im Skilager teilgenommen? Oder in der Schule auf dem Pausenhof Rundlauf gespielt? Die Chance für mindestens ein Ja ist in der Schweiz sehr hoch.

Es gibt kaum eine Badi oder eine Häusersiedlung, in der nicht einer dieser markanten Steintische steht. In zahlreichen Garage warten zusammenklappbare Tische darauf, bei schönem Wetter in die Einfahrt gerollt zu werden, für eine Partie Tischtennis.

 

Tischtennishochburg Schweiz?
So gesehen ist die Schweiz eine Hochburg für Tischtennis. Die Beliebtheit von Pingpong spiegelt sich aber nicht in der Anzahl Vereine – und schon gar nicht in der Anzahl aktiver Wettkampfspieler. Gerade mal 279 Vereine lassen sich in der Schweiz finden, mit rund 5700 lizenzierten Spielerinnen und Spielern, die aktiv an Meisterschaften und Turnieren teilnehmen.

 

„Ich wusste gar nicht, dass es bei uns einen Tischtennisclub gibt“
Viel Pingpong, aber wenig Tischtennis in Club und Vereinen – für diese Diskrepanz gibt es viele, mögliche Gründe. Einer liegt in der Bekanntheit von Tischtennis als Wettkampf- und Vereinssport. Wenn aktive Spieler von ihrer Passion erzählen, hören sie nicht selten: „Ah, du spielst Tischtennis? Ich wusste gar nicht, dass es bei uns einen Verein gibt.“ Kinder und Jugendliche orientieren sich an internationalen Stars und erfolgreichen Sportlern, welche für die Schweiz Titel und Medaillen holen. Da liegt der Besuch beim Schnuppertraining eines Fussball-, Hockey-, Volleyball- oder Tennisclubs einiges näher als jener bei einem Tischtennisverein.

 

Nur Erfolg gibt Medienpräsenz
Ein weiterer, wichtiger Faktor ist die Medienpräsenz. Kennen Sie den besten Schweizer Tischtennisspieler? Oder die beste Spielerin?

Wenn Sie nicht selber in einem Verein aktiv sind (und auch dann), ist die Chance gross, dass Sie noch nie von Rachel Moret oder Lionel Weber gehört haben. Der Grund dafür ist einfach: Die Serien-Schweizermeisterin (Nr. 79 der Welt, Stand August 2018) und der mehrfache Landesmeister (Nr. 131 der Welt, Stand August 2018) bekommen kaum Medienpräsenz. Ohne diese fehlt die Bekanntheit, ohne Bekanntheit ist keine Identifikation möglich.

Um Medienpräsenz für den Tischtennissport in der Schweiz zu erreichen, wäre ein internationaler Erfolg notwendig. Als das deutsche Doppel Rosskopf/Fetzner 1989 den Weltmeistertitel holte, löste dieser Erfolg einen Tischtennisboom in Deutschland aus, der weit über 20 Jahre anhielt. Auch heute noch gehört Deutschland zu den Top 4 Nationen der Welt.

 

Nur gezielte Förderung bringt Erfolg
Für internationale Erfolge braucht es jedoch eine gezielte Förderung. Mit den Bestrebungen von führenden Clubs, talentierte Spieler und Spielerinnen weiterzuentwickeln, dem Engagement auf Regionalverbandsebene mit Trainingscamps sowie Kadersport, und dem Leistungssportkonzept von Swiss Table Tennis, besteht eine solide Grundlage für die Förderung. Dennoch fehlt es an Vielem.

 

Die Hürden auf dem Weg zum Erfolg

  1. Trainingsräumlichkeiten: Der Schweizer Tischtennissport verfügt über kein eigenes, frei verfügbares nationales Trainingszentrum.
  2. Personelle Ressourcen: Die anfordernden Aufgaben für einen nachhaltigen Aufbau des Tischtennissports in der Schweiz lassen sich nicht allein durch ehrenamtliche Arbeit bewältigen. Die stark begrenzten Einnahmen durch Spielerlizenzen lassen es aber nicht zu, die notwendigen personellen Ressourcen für eine landesweite Förderung zu schaffen.
  3. Finanzierung: Zahlreiche Förderprojekte scheitern, weil die Finanzierung fehlt. Leistungsorientierte Spieler im Nationalkader tragen selber einen grossen Teil der Kosten für Reisen, Trainings usw. Eine grössere Unterstützung durch den Verband würde ihnen unnötige Steine auf dem Weg zum Leistungsspieler aus dem Weg räumen, damit sich die Athletinnen und Athleten stärker auf den Sport konzentrieren können. Das ist ein wichtiger Faktor, zumal im Tischtennissport auch bei Erfolg keine grossen Einnahmen locken.

 

SPiN: Gemeinsam nehmen wir die Hürden!
Das Gönnerprogramm SPiN ist die grosse Chance für den Tischtennissport in der Schweiz, die dringend benötigten, finanziellen Mittel für eine gezielte Förderung zu generieren. Mehr noch: keine Spitze ohne Breite. Mit erfolgreichen Nachwuchsspielern wird auch die Bekanntheit und Popularität steigen, was zu mehr Clubeintritten von jungen und älteren Tischtennisbegeisterten führt, was sich wiederum positiv auf eine weitere Entwicklung auswirkt.

Ihr Beitrag gibt dem beliebten Pingpong in der Schweiz eine echte Chance, sich zu einer bedeutenden Sportart zu entwickeln, in dem die notwendigen Strukturen geschaffen werden können, die junge Sportler benötigen, um auch internationale Erfolge für unser Land zu erreichen –  werden Sie deshalb noch heute Gönner von SPiN.

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